Der Safran-Preis

Safran gilt schon seit jeher als das Gewürz mit dem höchsten Preis der Welt. In diesem Artikel erfahren sie wie der Preis bewertet wird, welche Faktoren ihn beeinflussen und was sie beim kaufen berücksichtigen sollten.

Safran gilt als teuerstes Gewürz der Welt

Bereits in der Antike war Safran als teuerstes Gewürz der Welt bekannt. Homer berichtete dass für ihn praktisch jeder beliebige Preis bezahlt wurde, nicht selten in der Form von Gold oder Sklaven. Zeus der Göttervater soll der Legende zufolge sogar auf einem Bett aus Safran geschlafen haben.

Die Römer verwendeten ihn um Zinn oder Silber wie Gold erscheinen zu lassen. Heute kostet 1 kg hochwertigster Safran mehr als 10.000 Euro. Somit ist es nicht verwunderlich wenn er als teuerstes Gewürz der Welt gilt. Als das zweitteuerste Gewürz gelten Kardamon und Vanille.

Safran unterschiedlicher Preiskategorien:

 Hersteller

 AzafranTali  Zauber der Gewürze
 Produkt   
 Menge 15 g2 g 0,5 g
Preis pro 100 g  399 Euro/100g 797 Euro/100g 2100 Euro/100 g
 QualitätsstandardISO 3632-2ISO 3632-ISO 3632-1
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Echter Safran – Falscher Safran

Tasächlich ist eine Pflanze bekannt die als falscher Safran bezeichnet wird. Die Färberdistel wird wegen ihrer stark färbenden Wirkung als falscher Safran oder auch Saflor bezeichnet. Früher verwendete man die Färberdistel zum einfärben von Textilien.  

Im Mittelalter galt die Pflanze als Heilmittel das böse Säfte aus dem Körper ausleitet. Gibt man die Färberdistel ins Essen, so färbt sie das Gericht zwar auch orange, jedoch bei weitem nicht so stark wie echter Safran, und sie gibt dabei keinerlei Geschmack ab.

Echter Safran lässt sich von falschem jedoch schon mit bloßem Auge unterscheiden. Die Färberdistel besitzt Röhrenblüten, wobei die Narbenschenkel beim echten Safran ungefähr 2-3 cm lang, eingekerbt, und am Ende eingerollt sein müssen

Safran-Ersatz

Als Fälschung bzw. Safranersatz von Safranpulver wird sehr oft Kurkumapulver verwendet, da es ungefähr die gleiche Farbe hat. Es gibt jedoch einen eindeutigen chemischen Nachweis ofür die reinheit des Safranpulvers. Man gibt einfach etwas des Pulvers zu Natronlauge. Bleibt die Lauge gelb, so ist das Pulver rein, ist es jedoch mit Safranersatz gestreckt wird sie trüb und dunkelrot.

Dieser Qualitätstest war bereits vor Jahrhunderten bei Gewürzhändlern beliebt. Safranfäden werden sehr selten gefälscht, wer den Geruch und das Aussehen kennt, wird keine Probleme haben das Original zu erkennen.

Fälschungen

Fälschung des Herkunftslandes

Safranfäden werden zwar selten gefälscht, was jedoch durchaus vorkommen kann, ist dass das Herkunftsland gefälscht wird. Spanischer Safran der unter der Trademark „De la Mancha“ gehandelt wird, hat auf dem Markt einen doppelt so hohen Preis wie iranischer. Diese enormen Preisunterschiede haben jedoch nichts mit der Qualität des Produktes tun, sondern sind vielmehr das Ergebnis der in Spanien viel höheren Produktionskosten.

Vor allem die Lohnkosten für die Pflückerinnen spielen hier eine äußerst wichtige Rolle. Durch die Umdeklarierung des Herkunftslandes lassen sich somit enorme Gewinne erzielen.

Fälschungen aufgrund der Qualität

Unterschiedliche Qualitäten sollten natürlich auch unterschiedliche Preise haben. So ist Safran der Qualitätsstufe 1 natürlich teurer als einer der Qualitätsstufe 2. Die Safranqualität war früher sehr schwer zu bestimmen. Man sprach von einer hohen Qualität wenn die Safranfäden rein und sauber waren. Kennzeichnend dafür war, wie sauber die Fäden aus der Krokusblüte entfernt wurden. Um eine weniger subjektive Bewertung für die Safranqualität einzuführen, einigte man sich  auf einen ISO-Standard der die Qualität anhand ganz konkreter Messwerte definiert.

Qualitätsstandards von Safran

Um Fälschungen entgegenwirken, und den Preis deklarieren zu können wurde eine ISO-Norm eingeführt. Die ISO 3632-2 Norm wurde eingeführt um einen Standard für den chemischen wie physikalische Zustand des Produktes zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bestimmen.

Es gibt neben dem ISO- Standard auch noch  den sogenannten spanischen Standard.

Spanischer Standard

  • Coupe – Crocin Wert > 190
  • La Mancha – Crocin Wert 180-190
  • Rio – Crocin Wert 150-180
  • Standard – Crocin Wert 145-150
  • Sierra – Crocin Wert < 110

ISO-Standard (3632)

  • Kategorie I – Crocin Wert > 190
  • Kategorie II – Crocin Wert 150-190
  • Kategorie III – Crocin Wert 110-190
  • Kategorie IV – Crocin Wert 80-110

Der ISO- Standard setzt einen Wert von 20 für Safranal und 70 für Picrocrocin vor. Gemessen werden beide Standards anhand des Crocin-Gehaltes. Crocin ist der gelbe Farbstoff der dem Safran seine färbende Wirkung verdankt.

So erkennen sie gute Safranqualität

  • Farbe: Die Farbe sollte dunkelrot bis bräunlich. Achten sie darauf dass die Safranfäden am Ende verbreitern.
  • Der Geruch sollte aromatisch bis würzig sein, und nicht zu mild. Wenn der Geruch zu mild ist, könnte der Safran schon älter sein.
  • Der Geschmack  sollte leicht würzig und bitter sein.

Wie teuer ist Safran

Auch wenn die Preise sehr stark schwanken und von einigen Faktoren beeinflusst werden, kann man dennoch sehr konkrete Angaben machen wie teuer Safran ist.

  • Im Supermarkt zahlt man für portioniertes Gewürz für 0,1 g ca. 3 Euro
  • Der Preis für 1 g Safran liegt ungefähr bei 8-14 Euro, abhängig davon wo man ihn kauft. Eine sehr hohe Qualität kann auch mal bis zu 25 Euro kosten
  • Im Gourmethandel hat das edle Gewürz natürlich einen etwas höheren Preis als im normalen Supermarkt, hier erhält man 1 g Safran ab 17 Euro
  • Wenn man Safran online kaufen will, so sind die Preise teilweise stark gesenkt. Man sollte sich  jedoch stets bewusst sein, dass Safran das teuerste Gewürz der Welt ist, und sehr niedrige Preis von 3-6 Euro pro Gramm somit für eine wirklich gute Qualität unrealistisch ist.