Safran  

Safran ist heute ein weit verbreitetes Gewürz das für seine intensiv orange Farbe und

Safranfäden

den hohen Preis bekannt ist. Gewonnen wird er durch reine Handarbeit aus den Blütennarben der Krokusart Crocus Sativus. Auf dem offenen Markt bezahlt man für einen Kilogramm der Kostbarkeit ca. 4000-6000 Euro, abhängig von seiner Qualität und seinem Ursprung.

Weltweit werden jährlich lediglich 200 Tonnen produziert, wovon ungefähr 91% der Weltjahresproduktion auf den Iran entfällt. Das edle Gewürz spielt in unserer Kultur bereits seit dem Altertum eine sehr wichtige Rolle.  Schon im alten Griechenland erwähnte Homer dass für Safran jeder geforderte Preis bezahlt wird.

Heute wird er bei uns vor allem als Gewürz eingesetzt, wobei ihn die moderne Wissenschaft als Heilpflanze entdeckt hat. Die interessantesten Aspekte dieses exquisiten Gewürzes sollen ihnen im Folgenden erläutert werden:  

Safran unterschiedler Preis- und Qualitätsklassen

Hersteller

Azafran  Tali Azafran Effective  Nature     Golisan

Produkt

 Menge

 5 g Safranfäden 2 g Safranfäden5 g Safranpulver180 Stück Safrankapseln15 ml Safrantropfen

 Preis pro 100g 

497 Euro/100g 797 Euro/100g  497/100g 87 Euro/100g

 304 Euro/100ml    

 QualitätsstufePremium-

Kategorie I – ISO 3632-2

Höchste Qualitässtufe- 

Kategorie 1 – ISO 3632-1

Premium

Kategorie I – ISO 3632-2

Extrakt 

Flüssigextrakt 

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Safran und der hohe Preis  

Safran galt schon immer als das wertvollste Gewürz der Welt, das zeitweise sogar wertvoller als Gold gehandelt wurde. Im Mittelalter war er ganze 3 mal so teuer wie Pfeffer. Es war in vielen Kulturen Brauch den Schleier der Braut bei der Hochzeitsfeier mit Safranpulver gelb zu Färben um seinen Reichtum zu zeigen.

Wegen seines hohen Preises sind heute viele Fälschungen auf dem Markt erhältlich. Bereits aus dem Alten Griechenland sind Gesetzestexte erhalten, die das Strecken von Safran unter eine hohe Strafe stellen. Der hohe Preis des edlen Gewürzes lässt sich durch den großen Aufwand mit dem er produziert wird erklären. Wenn man bedenkt dass eine einzelne Pflückerin am Tag nicht mehr als 25 g ernten kann, so kann man sich vorstellen wie mühselig die Produktion von lediglich 1 kg des Gewürzes ist.

Der Preis ist stark abhängig von der Qualität und schwankt erheblich. Deshalb ist ein Bewertungsmuster für die Qualität des Safrans entwickelt worden. Darin wird Safran in drei Qualitäts- und somit auch Preisklassen unterteilt. Einen weiteren Effekt auf den Preis von Safran hat sein Herstellungsort. Da die Lohnnebenkosten im Iran zum Beispiel viel niedriger sind als in Griechenland, kann dort auch viel günstiger produziert werden. Genaueres zu den unterschiedlichen Qualitäten und den Preis von Safran erfahren sie hier.  

Safran kaufen aber Vorsicht 

Safran kaufen kann sehr schnell kompliziert werden, wenn man nicht weiß worauf man achten muss. Sie sollten vor dem Kauf von Safran folgendes berücksichtigen:  

  • Lernen sie die Qualitäts- und die damit verbundenen Preisunterschiede kennen.   
  • Schätzen sie ihren Bedarf ein. Für eine normale Mahlzeit sollte dabei mit 0,1-0,2 g Safran gerechnet werden.  
  • Kaufen sie lieber Safranfäden anstatt Safranpulver, da diese nicht so leicht zu fälschen sind  

Was sie während des Safrankaufes beachten sollten:  

  • Achten sie beim Kauf auf die Herkunft und die daraus resultierenden Zertifikate.  
  • Achten sie darauf, sich während ihres Kaufes in einer seriösen Umgebung zu befinden.  Schauen sie ob der Safran ISO-Zertifiziert ist.  

Wie genau sie Fälschungen von echtem Safran unterscheiden können, und wie sie die Qualität von Safran selbst beurteilen können erfahren sie in unserem Artikel Safran Preis

Safran als Gewürz in der Küche  

Safran ist in der                              der Küche vor allem dafür bekannt, mit ihm gewürzte Gerichte tief orange zu färben. Er lässt sich hervorragend in Risotto oder Suppen verarbeiten.     Die Spitzengastronomie entwickelt jedoch laufend neue und spannende Verwendungsmöglichkeiten für das teure Gewürz. Für den Hausgebrauch stehen verschiedene Formen von Safran zur Verfügung:  

  • Safranfäden:

    Safranfäden

    Safranfäden

    Safranfäden gelten als die exquisiteste Form des Safrans. Die Fäden sind nichts anderes als die Griffel der Blütennarben der Krokusse. Jede einzelne Krokusblüte enthält 3 dieser Fäden. Safranfäden sind relativ fälschungssicher, und bieten sogar dem Laien die Möglichkeit beim Kauf ein gutes Gefühl zu bewahren. Sie sind in der Regel ca. 2-6 cm lang und tiefrot bis dunkelorange.

    Die Fäden werden während und nach der Ernte sehr sorgsam behandelt, um sie nicht zu zerbrechen. Die Länge ist auch ein Qualitätsmerkmal. Um einen Kilo der wertvollen Safranfäden zu gewinnen muss eine Arbeiterin ca. 150000- 200000 Krokusblüten ernten. Wenn sie mehr zum Thema Safranfäden wissen wollen, so lesen sie unseren Artikel Safranfäden

  • Safranpulver:

    Safranpulver stellt die einfacher zu handhabende Variante des Safrans dar. Solches Pulver sind getrocknete und anschließend gemahlene Safranfäden. Diese werden gemahlen um einen einfacheren Transport und einen praktischeren Umgang mit dem Safran zu gewährleisten. Sollte das Safranpulver sachgemäß gelagert werden, so ist der Qualitätsunterschied zu herkömmlichen Safranfäden gering. Mehr zum Thema erfahren sie in unserem Artikel Safranpulver  

    Rezepte mit Safran

Wenn sie mit Safran kochen wollen, so achten sie darauf es richtig zu machen. Er wird von Spitzenköchen zu den sogenannten weichen Gewürzen gezählt. Sie dürften ihn nicht zu lange erhitzen, da sonst die Geschmacksstoffe des wertvollen Gewürzes verloren gehen. Sie sollten das Gewürz erst 2-4 Minuten bevor sie den Topf beiseite stellen zugeben. Lassen sie ihn einfach ein paar Minuten mit köcheln, so kann er sein volles Aroma entfalten.   

Rezepte mit Safran  

Es gibt sehr viele ganz hervorragende und sehr einfach nachzumachende Rezepte:

Safranmilch  

Man gibt zu einem halben Liter Milch ungefähr 5-8 Fäden Safran. Man kann ganz nach belieben auch noch mit Schokolade, Karamell, Zimt oder Nelken verfeinern. Danach wird die Milch für 5 Minuten erhitzt und anschließend warm oder kalt serviert. Zum süßen eignet sich herkömmlicher Zucker, Honig, oder Ahornsirup.  

Weitere exquisite Rezepte finden sie hier  

Das Safrankochbuch: Das Gold in der Küche
Safran & Kardamom: Die orientalische Gewürzküche
Safran (kleine gourmandisen)

Safran und seine Wirkung 

Safran hat auf unseren Körper die unterschiedlichsten positiven Auswirkungen, und ist bereits bei den berühmten arabischen Ärzten des Altertums ein bekanntes Heilmittel gewesen. Die moderne Wissenschaft ist den heilsamen Effekten des teuren Gewürzes auf der Spur, und bringt immer neue erstaunliche Ergebnisse ans Tageslicht. So soll er gegen folgende gesundheitlichen Beschwerden helfen:

Safran ist gut für die Augen 

Wenn sie zum Beispiel nach einem langen Tag im Büro an geröteten und schmerzenden Augen leiden, so kann Safran dem sehr gut Abhilfe schaffen. Die zahlreich enthaltenen Antioxidantien sind dazu in der Lage die Ursache von geröteten Augen zu bekämpfen.

Diese Wirkung kann noch verstärkt werden, indem man ihn zusammen mit Curcumin einnimmt. Man hat auch herausgefunden, dass er das Absterben der Sehrezeptorzellen in unseren Augen verhindern kann. Dafür verantwortlich ist das enthaltene Crocin. Diesen Stoff zählt man zu den Carotinoiden welche für die intensiven Färbeeigenschaften des Safrans verantwortlich ist.

Ein weiterer solcher Stoff ist das sogenannte Crocetin. Diese Substanz vermag es die Sauerstoffverteilung in unserem Blut zu verbessern, was zu einer optimalen Versorgung unserer Netzhaut führt. Diese Wirkungen des Safrans konnten in einer Studie eindrucksvoll belegt werden.

Safran gegen Depressionen 

In einer doppel randomisierten Studie die im Jahre 2006 im Fachjournal Phytochemical veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler die antidepressive Wirkung von Safran untersucht. Sie konnten dabei feststellen, dass Menschen die schon lange an schweren Depressionen leiden bereits nach wenigen Wochen regelmäßiger Einnahme des Gewürzes von ihren Symptomen großteils befreit waren.

Einige Jahre später wurden die Untersuchungen der Forscher an der Universität Teheran wiederholt. In dieser Studie wurde die antidepressive Wirkung von Safran der des schweren Antidepressivums Fluoxetins gegenübergestellt. Nach Aussage der Wissenschaftler wirkt er ähnlich stark wie Fluoxetin, ist dabei jedoch in der eingenommenen Menge frei von Nebenwirkungen.

Safran als Aphrodisiakum für eine stärkere Libido 

Die aphrodisierende Wirkung des Safrans ist bereits seit dem Altertum bekannt. Diesen Effekt hat er jedoch nur wenn er höher dosiert wird. In einer Studie an der Universität Tehran University of Medical Sciences konnten Wissenschaftler belegen dass er Erektionsstörungen beheben kann, jedenfalls solange diese auf der Einnahme von Fluoxetin beruht.

Aber auch auf Frauen hat Safran in Bezug auf die Sexualität herausragende Eigenschaften. In einer Studie (5) konnte belegt werden, dass Frauen die an sexueller Unlust leiden bereits nach 4 Wochen und der Einnahme von lediglich 30 mg täglich wieder erheblich mehr Lust empfanden. Er fördert die Produktion des Vaginalsekrets und hilft somit auch  gegen Schmerzen beim Sexualverkehr.

Safran hilft bei PMS 

Neuesten Erkenntnissen zufolge wirkt Safran excellent gegen das Post-Menstruelle-Syndrom. Unter PMS versteht man Beschwerden wie Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder Wassereinlagerungen die Frauen vor dem Einsetzen der Regel empfinden. Diese Beschwerden verschwinden im Normalfall sobald die Regel einsetzt.

An der iraner Universität Teheraner University of Medical Sciences ist eine Studie durchgeführt worden welche die Auswirkungen des Gewürzes auf PMS untersuchte. Diese Studie wurde im Jahre 2006 veröffentlicht, und erbrachte sensationelle Ergebnisse. Die untersuchten Frauen waren zwischen 20 und 45 Jahren alt. Es konnte festgestellt werden dass die Gruppe Frauen die täglich etwa 15 mg zu sich nahm bereits nach 2 Zyklen komplett beschwerdefrei waren.

An der University of Tokio konnte in einer Studie (7) sogar bewiesen werden dass bloß das Einatmen von Safranduft eine deutliche Linderung der Symptome hervorrufte. Safran kann der Studie zufolge unseren Hormonhaushalt ausgleichen. Gerade diese Eigenschaft ist  sehr gut für hormongeplagte Frauen. Viele klagen auch über eine plötzliche Gewichtszunahme während der Regel. Diese Gewichtszunahme ist meistens die Folge von Wassereinlagerungen. Da er stark adstringierend wirkt, kann er auch hier sehr gut helfen.

Safran zum Abnehmen – das sanfte Schlankheitsmittel 

Er hilft uns gleich auf mehrere Arten beim Abnehmen:

  • Safran hemmt unseren Appetit indem er die Durchblutung der Magenschleimhaut verringert
  • Er fördert unser Sättigungsgefühl
  • Safran wirkt anregend auf unseren Kreislauf wodurch wir verstärkt Fett verbrennen
  • Er verringert die Anzahl unserer täglichen Mahlzeiten da wir weniger Hunger haben
  • Safran verringert die Verdauung von Lipiden wodurch wir weniger Fett aufnehmen

Die meisten dieser Wirkungen sind darauf zurückzuführen, dass er dazu in der Lage ist die Produktion von Serotonin in unserem Körper anzuheben. Dadurch wirkt er stark antidepressiv und hilft somit Fressattacken die psychologisch bedingt sind zu unterbinden.

Eine französische Studie wurde dazu im Jahre 2006 im Fachmagazin Nutrition Research publiziert.

In dieser Studie wurden 60 übergewichtige Frauen in 2 Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe erhielt Kapseln mit 175 mg Safranextrakt  während die andere Gruppe lediglich ein Placebo erhielt.

Bereits nach 8 Wochen konnten die ersten Ergebnisse beobachtet werden. Die Frauen welche das Safranextrakt eingenommen hatten, verloren deutlich mehr Gewicht als die Placebogruppe. Auch klagte die Safrangruppe nicht mehr über Lust auf Süßes oder Naschereien. Bei dieser Studie wurde weder die Kalorienzufuhr eingeschränkt noch etwaige andere diätetische Maßnahmen getroffen.

Somit kann die fixe Aussage getroffen werden dass die erzielte Wirkung auf den Safran zurückzuführen ist. Das in der Studie eingesetzte Extrakt hatte eine Konzentration von gerade einmal 0,3%. Heutige Kapseln weisen einen Wirkstoffgehalt von bis zu 2% auf und sind somit wesentlich effektiver. Genaueres erfahren sie hier.

Safran wirkt hervorragend bei Magen- und Leberbeschwerden 

Die im Safran enthaltenen Bitterstoffe wirken ausgezeichnet auf unsere Leber. Vor allem das in hoher Konzentration enthaltene Crocetin wirkt ganz hervorragend. Die antioxidative Wirkung des Crocetin schützt unsere Leberzellen vor freien Radikalen. Außerdem ist es dazu in der Lage eine hohe Anzahl von Aflatoxinen (Schimmelpilzgifte) zu neutralisieren und hat dadurch einen weiteren schützenden Effekt.

Auf unseren Magen hat Safran auch zahlreiche positive Wirkungen. Das Gewürz fördert zum einen unsere Verdauung, was dazu beträgt Beschwerden wie Sodbrennen und Blähungen in den Griff zu bekommen.

Safran gegen Krebs 

Safran ist der modernen Wissenschaft bereits seit längerem als mögliches Mittel zur Bekämpfung von Krebs bekannt. Die antioxidative Wirkung des Crocerins soll Wissenschaftlern zufolge die Teilung von Krebszellen unterbinden und somit das  Tumorwachstum hemmen. Genauere Untersuchungen zu dieser Wirkung von Safran laufen gerade.

Safran gegen Alzheimer 

Safran soll Wissenschaftlern zufolge hervorragend gegen Alzheimer wirken. Dafür verantwortlich ist wiederum das Carotinoid Crocetin. Wie bereits erwähnt vermag es die Sauerstoffsättigung in unserem Blut dramatisch zu erhöhen. Dadurch wird auch unser Gehirn automatisch mit mehr Sauerstoff versorgt, und dadurch zu erhöhter Leistung angeregt. Die positive Wirkung bei Alzheimer wurde bereits mehrfach wissenschaftlich bestätigt.

In einer 22-wöchigen Studie wurde die Wirkung bei der Einnahme von 2 mal täglich 15 mg Safran mit der Wirkung von 1mal täglich 5 mg Donepezil verglichen. Donepezil ist ein starkes Medikament gegen Alzheimer das starke Nebenwirkungen nach sich zieht. Den Wissenschaftlern zufolge hatte Safran den gleichen Effekt wie Donepezil, allerdings ohne Nebenwirkungen.

In einer weiteren Studie die lediglich 16 Wochen dauert, wurde die Wirkung von Safran mit der eines Placebos verglichen. Wiederum konnten die Forscher die Wirkung von Safran gegen Alzheimer nachweisen.

Er stellt sicherlich  kein Heilmittel gegen Alzheimer dar, es kann jedoch unterstützend zur Behandlung von leichtem bis moderatem Alzheimer eingesetzt werden.

Safran gegen Husten und andere Atemwegsbeschwerden 

Safran hat gegen Husten und Asthma einige sehr positive Eigenschaften. So wirkt das Gewürz zum beispiel stark schleimlösend und entzündungshemmend. Diese beiden Eigenschaften helfen kombiniert gegen eine ganze Reihe verschiedener Atemwegsbeschwerden. Besonders im Winter wenn die Menschen unter Erkältung und Husten leiden, kann eine regelmäßige Einnahme von 15 mg täglich wahre Wunder vollbringen. Er wirkt auch leicht krampflösend, was Hustenanfällen entgegenwirkt.

Safran gegen Zahnfleischprobleme und Karies

Zahnfleischprobleme können schnell schmerzhaft und nach einiger Zeit zu erheblichen Problemen führen. Da Safran antibakteriell und entzündungshemmend gleichzeitig wirkt, ist es ein exzellentes Mittel um solche Probleme wirksam zu bekämpfen.

Safran in der Schwangerschaft 

In sehr hohen Dosen kann Safran eine Frühgeburt auslösen, und somit in der Schwangerschaft erhebliche Komplikationen auslösen. Der therapeutische Einsatz ist deshalb während der Schwangerschaft zu unterlassen. Eine solche Dosis wird jedoch erst nach dem Verzehr von mehreren Gramm des Gewürzes erreicht. Der Normale Gebrauch ist für Schwangere somit unbedenklich. Sogar der regelmäßiger Verzehr während der Schwangerschaft soll Ärzten zufolge

keine negativen Auswirkungen haben.

Safran Dosierung und Nebenwirkungen 

Safran ist bekannt dafür sehr nebenwirkungsarm zu sein, wie jedoch schon Paracelsus sagte:“Die Dosis macht das Gift.“ Er wird nicht nur deshalb in so geringen Mengen dosiert weil er so teuer ist, sondern da eine zu hohe Menge im Essen einen bitteren Geschmack verursacht und durchaus gesundheitsschädlich sein kann. Man geht üblicherweise von einer Dosis von 150 mg Safran pro Person aus. Wenn sie also für 4 Menschen kochen, so benötigen sie ungefähr 600 mg Safran. Ab einer Dosis von 300-600 mg setzt die aphrodisierende Wirkung ein.

Wenn er stark überdosiert wird, drohen Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Kopfschmerzen. Solche Nebenwirkungen sind allerdings erst ab einer Dosis von ca. 5 g zu erwarten. Früher verwendete man sehr hohe Dosen Safran um Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Dafür benutzte man über 10 g des Gewürzes. Wegen seines hohen Preises stand diese Form des Schwangerschaftsabbruchs allerdings nur den Reichen zur Verfügung

Der Safrankrokus – Crocus Sativus – die Safranpflanze

Safrankrokus

                                                            Safrankrokus

Der Safrankrokus (lat. Crocus Sativus) ist eine im Herbst violett blühende kleine Blume aus der Familie der Schwertliliengewächse. Die Safranpflanze gedeiht mehrjährig und ist winterhart. Der oberirdische Teil stirbt im Winter ab während die Knolle im Boden überdauert und im Frühling neu austreibt. Der Safrankrokus hat sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet auf den ägäischen Inseln. Weitere sehr interessante Aspekte über Crocus Sativus im Folgenden:

Safran anbauen und Anbaugebiete

Die Anbaugebiete liegen in Afghanistan, Iran, Kashmir, Südfrankreich, Türkei, Italien und Griechenland. Safran anbauen war früher auch in Zentraleuropa gang und gäb, ist jedoch eine Zeit lang in Vergessenheit geraten. Seit einiger Zeit wird  in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder Safran angebaut. Den in Österreich angebauten Safran bezeichnet man auch als pannonischen Safran. Sein Anbaugebiet liegt in der Wachau. Er gilt als besonders edel, da jährlich lediglich 2 kg geerntet werden. Sie können ihn auch selbst zuhause anbauen, sollten sie in den richtigen Breitengraden wohnen. Allerdings dürfte sich der Aufwand nicht lohnen.

Da für 1 kg des wertvollen Gewürzes bis zu 200.000 Safrankrokus geerntet werden müssen. Er kann sich selbst nicht über Samen weiterverbreiten, und muss deshalb über Knollen vermehrt werden. Die weltweite Jahresproduktion beträgt 200 Tonnen, wovon mehr als 90% aus dem Iran stammen.

Einige Fakten zum Safrananbau:

  • Pflanzzeit: Von Juni bis September
  • Blütezeit: Oktober
  • Bodenbeschaffenheit: Der Safrankrokus liebt sandige und leicht lehmige Böden
  • Witterung: Die Safranpflanze benötigt viel Sonnenlicht, auch in der Blütezeit

Die Safranblüte

Safranblüte

                                                           Safranblüte

Die Safranblüte besteht aus sechs violetten Blütenblättern die sich schützend um die wertvollen Blütengriffel legen die sich im Inneren befinden. Auf der Blütennarbe sitzen 3 orangerote Blütengriffel, der spätere Safran. In den Gegenden in denen er angebaut wird, ist die Safranblüte ein jährlich wiederkehrendes Volksfest. Im Iran ist  sie ein Familienfest, bei der die ganze Familie bereits früh morgens auf die Felder geht um das wertvolle Gewürz zu ernten. Nach der Ernte wird die Safranblüte mit einem ausgelassenen Fest gefeiert.

Herstellung von Safran

Safran wird ausschließlich per Hand geerntet. Dafür müssen die Pflückerinnen kniend jede Blüte einzeln ernten. Anschließend müssen die drei orangenen Stempelfäden aus jeder einzelnen Blüte per Hand herausgezogen werden. Kenner sprechen davon, dass sich sein Geschmack mit der Zeit ändert. Während er am Anfang lieblich bis mild schmeckt, so bekommt er mit der Zeit immer würzigere und herbere Geschmachsnoten. Dieser Prozess dauert ca. 1,5 Jahre.

Produkte aus Safran

Aus Safran werden die unterschiedlichsten Produkte erzeugt, und er kann somit in den verschiedensten Darreichungsformen eingenommen werden. Die bekanntesten sind:

Safranextrakt

Safranextrakt wird aus natürlichem Safran hergestellt, indem die Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden. Das hat den Vorteil dass die Wirkstoffdosis ganz genau berechnet werden kann. Das Extrakt ist mit einer Konzentration von 0,5-2 % verkauft. Näheres zu Safran-Extrakt erfahren sie hier:

Safrankapseln

Kapseln sind eine ausgezeichnete Form das Gewürz zu sich zu nehmen wenn man den Geschmack von Safran nicht mag. Die Safrankapseln sind entweder mit einem Safrankonzentrat oder mit natürlichem Pulver gefüllt. Die Hülle besteht aus einem verdaubaren Polymer. Wenn sie mehr über Safran-Kapseln erfahren wollen, dann klicken sie hier

Safrantee

Safrantee gilt als stark stimmungsaufhellend und antidepressiv. Im Iran ist Safrantee ein weit verbreitetes Genussmittel. Je nach Dosierung kann Safrantee von stimmungsaufhellend über euphorisierend bis hin zu leichten Rauschzuständen führen. Der Tee sollte deshalb nicht überdosiert werden. Es gibt unzählige Zubereitungsarten für Safrantee. Kenner bevorzugen den Tee mit Milch zu konsumieren. Wenn sie mehr über Safrantee, seine Zubereitung und die richtige Dosierung erfahren möchten, dann klicken sie hier.

Geschichte des Safran

Die Geschichte und damit seine Bedeutung für unsere Kultur reichen mehrere Jahrtausende zurück. Bereits in der Antike galt er als das Gewürz der Götter. So soll zum Beispiel Zeus auf einem Bett aus Safran geschlafen haben. Mit ihm wurden Speisen gewürzt, Duftöle hergestellt und Heilsalben produziert. Die berauschende Wirkung des edlen Gewürzes war im Mittelalter beim Adel sehr beliebt und geschätzt. Anbauzentrum war im Mittelalter die österreichische Wachau. Das dort erzeugte Gewürz galt als besonders hochwertig und wertvoll. Man bezeichnet österreichischen Safran auch ehrfurchtsvoll Safran austriacus.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Safran:

  • Wie schmeckt Safran?  Der Geschmack wird als aromatisch würzig beschrieben. Viele Menschen empfinden den Geschmack als leicht bitter.
  • Safran was ist das? Als Safran bezeichnet man die Blütennarben des Crocus Sativus
  • Woraus wird Safran gewonnen? Safran wird aus den Blüten des Crocus Sativus gewonnen. Nachdem die orangeroten Fäden aus den Blüten entfernt worden sind, werden sie getrocknet und anschließend als Gewürz verwendet.
  • Woher kommt Safran? Das Hauptanbaugebiet liegt im Iran. Er wird jedoch auch in Afghanistan, Syrien, Spanien, Marokko, Österreich, Deutschland, Italien, Jordanien und Griechenland angepflanzt.
  • Wie teuer ist Safran? Er ist mit Sicherheit das teuerste Gewürz der Welt. Wie hoch der Preis tatsächlich, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Generell kann man sagen 1 kg Safran kostet zwischen 4000-6000 Euro. Erfahren sie mehr dazu in unserem Artikel:
  • Welchen Geschmack Safran? Der Geschmack gilt als typisch, und kann daher nur sehr schwer mit anderen Geschmacksnoten verglichen werden.
  • Was kostet ein gramm Safran? Ein Gramm kostet in der Regel zwischen 8 und 25 Euro.
  • Wie verwendet man Safran? Zum richtigen Umgang und zur richtigen Verwendung lesen sie bitte unseren Artikel
  • Was mache ich bei einer Safran Vergiftung? Wenn sie an einer Safran Vergiftung leiden sollten sie zuerst einmal ruhig bleieben. Sie werden sich wahrscheinlich unruhig und schlecht fühlen. Es ist an diesem Punkt wichtig sehr viel Wasser zu trinken und sich in ärztliche Behandlung zu begeben

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